Bürgerenergie - der Weg zu einer nachhaltigen und gerechten Zukunft!

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Bürgerenergie - der Weg zu einer nachhaltigen und gerechten Zukunft!

Berlin, 26.01.2023 – Energieversorgung ist ein zentrales Thema unserer Zeit. Wir alle sind davon abhängig, um unseren Alltag zu meistern und die Gesellschaft am Laufen zu halten. Doch die derzeitige Energieversorgung der „alten Welt“ hat ihre Schwächen. Kohle, Öl, Gas und Uran sind begrenzt vorhanden und ihre Nutzung hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Umwelt. Klimawandel, Luftverschmutzung und die Zerstörung von Lebensräumen sind nur einige der Probleme, die durch die Nutzung fossilen Brennstoffe entstehen.

Es ist an der Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen. Einen Weg, der sauberer und nachhaltiger ist, auf der Erschließung von erneuerbaren Energien basiert und der uns unabhängiger von fossilen Brennstoffen macht. Die Bürgerenergie ist dabei der Pfad der Wahl.

Bürgerenergie bedeutet, dass die Energieproduktion in die Hände der Bürger und der Gemeinden gelegt wird und diese davon direkt profitieren. Durch die Nutzung dieser Energiequellen wird die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert und gleichzeitig die Umweltbelastungen verringert.

Daneben hat Bürgerenergie jedoch noch weitere Vorteile. Sie fördert die Wirtschaft vor Ort, indem sie Arbeitsplätze schafft und die Einkommenssituation von Bürgern und Gemeinden verbessert. Sie fördert die Eigenverantwortung und die Beteiligung der Bürger an wichtigen gesellschaftlichen Themen. Diese übernehmen dabei gemeinsam Verantwortung und handeln zum Wohle einer lebenswerten Zukunft für die gesamte Gesellschaft.

Bürgerenergie ist eine wichtige Säule für eine nachhaltige und unabhängige Energieversorgung und zentrales Erfolgskriterium der Energiewende. Doch um diesen Fakt anzuerkennen, sind auch politische Rahmenbedingungen vonnöten, die die Entwicklung von Bürgerenergieprojekten unterstützen. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Regulierung von Beteiligungsformen, die es Bürgern ermöglichen, sich direkt an der Energiewende zu beteiligen und somit aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Diese Formen der Beteiligung sind z. B. sogenannten Energie-Genossenschaften, aber insbesondere auch Publikumsgesellschaften (GmbH & Co. KGs), an denen viele Kleinanleger beteiligt sind. Letzte haben in den vergangen 20 Jahren den Großteil der Investitionssummen für Wind-, Solar- und Biomasse-Anlagen gestemmt. Leider sind sie jedoch oft Opfer von betrügerischen Handlungen werden.

Dies wurde in der Vergangenheit – und bedauerlicherweise heutzutage vielfach noch unverändert – davon begünstigt, dass die gesellschaftsrechtlichen Regelungen für GmbH & Co. KGs oft unklar und undurchsichtig sind, was die Übervorteilung von Anlegern durch unlautere Unternehmensmethoden erleichtert und die Entstehung von Bürgerenergieprojekten erschwert. Hier sind dringende Anpassungen der Gesetzgebung vonnöten, um eine faire und nachhaltige Energiewende zu ermöglichen.

Die Politik muss daher in die Pflicht genommen werden, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Schaffung von günstigen Rahmenbedingungen für Bürgerenergieprojekte umzusetzen.

Der Anlegerschutzverein WindEnergie AWE e.V. ist die Interessensvertretung von Anleger*innen im Windenergiebereich und Investments in erneuerbare Energien. Sie haben Fragen oder Interesse an unserer Arbeit oder einer Mitgliedschaft? Informieren Sie sich unter anleger-wind-energie.de/Mitgliedschaft über unsere Vereinsvision von hundert Prozent fairen, transparenten und demokratischen Verhältnissen bei Anlagen in erneuerbare Energien.