Christian Herz

Christian Herz

Vorstandsmitglied

PROFILE

Ausbildung & Abschluss:

Promovierter Politologe, Spezialgebiet Konfliktmanagement und Umweltschutz; Geschäftsführer und Sanierer mehrerer Windparks

 

 Welche Erfahrungen in der Branche haben mich am meisten geprägt?

Bereits während der Schulzeit engagierte ich mich für Umweltschutz, so auch für die erneuerbaren Energien. Ab 1995 habe ich mich auch als Anleger betätigt, musste aber leider sehr schnell feststellen, dass zahlreiche Initiatoren sich mehr für schnelle, hohe Gewinne als für Umweltschutz interessierten. Daraufhin begann ich, Windparks und Prospekte zu analysieren und musste leider feststellen, dass sehr viele Projekte absichtlich überbewertet und schlecht aufgebaut wurden. Die Anleger waren zwar als Geldgeber willkommen, nicht jedoch als kritische Eigentümer, die die unseriösen Methoden vieler Akteure der Branche unterbinden wollten.

Als ich merkte, dass kritisches Hinterfragen nur selten zu positiven Veränderungen führte, beschloss ich, den Anlegern auch die Chance auf einen Wechsel der Geschäftsführung zu Ihren Gunsten anzubieten. Gleichzeitig ermutigte ich auch andere Anleger zu diesem Vorgehen.

Nach jahrelangem vergeblichen Kampf innerhalb des BWE wurde klar, dass der Branchenverband vorwiegend die Interessen der Unternehmer vertritt und sich leider nicht für einen fairen Umgang innerhalb der Branche einsetzen will. Deshalb habe ich auch auf die Schaffung einer Interessenvertretung der Anleger hingearbeitet und den AWE mitgegründet.

 

Wieso ist die Anlageform Windenergie sinnvoll?

Windenergie ist gegenwärtig die effektivste Technologie zur umweltfreundlichen Stromerzeugung. Gerade weil sie so effektiv ist und sowohl alle seriösen wissenschaftlichen Untersuchungen als übrigens auch der klare Menschenverstand die Effizienz der Windenergie belegen, reagieren die Gegner der Windkraft mit unseriösen Methoden und behindern den weiteren Windenergieausbau.

Doch die Mehrheit der Politiker und rücksichtlose Firmenchefs handeln, meiner Erfahrung nach, leider oft unverantwortlich und bremsen die erfolgreiche Entwicklung aus.

Windkraftanlagen können problemlos jederzeit ohne Endlagerungsprobleme durch eine bessere Technologie ersetzt werden. Momentan gibt es diese aber noch nicht, darum sollte sich jeder für den weiteren, fairen Ausbau der Windenergie engagieren.

Jeder Bürger sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten die Chance ergreifen und sich für umweltfreundliche Energieproduktion engagieren. Dadurch würde es für alle billiger und die Umwelt geschützt.

 

Was möchte ich mit meiner Tätigkeit für den AWE erreichen?

Mir ist es besonders wichtig, dem geschädigten Anleger eine echte Hilfe sein zu können und Alternativen aufzuzeigen, damit er sich angemessen wehren kann. Wir wollen uns für einen fairen Umgang zwischen allen Beteiligten der Windbranche einsetzen und darum können wir nur dann erfolgreich sein, wenn wir auch ein gesamtgesellschaftliches Angebot für alle Akteure anbieten. Denn nur wenn es gelingt, beispielsweise Stadtwerke, Kommunen, Politiker und Verbraucher von der Effizienz dieser Technologie zu überzeugen, hat die Windkraft eine mittel- bis längerfristige Perspektive. Ansonsten droht eine Marktaufteilung durch die Großkonzerne mit den bekannten Folgen, ein darauf basierend ein umweltschädlicher Mix verschiedener Energieerzeugungsformen. Die Gewinne für die Konzerne bezahlen dann die Bürger aus eigener Tasche.

Insofern muss der AWE sich auch für eine Reform des Gesellschaftsrechtes einsetzen und eine Brücke zu anderen Wirtschaftsbereichen bauen, in denen die gleichen falschen Marktimpulse gesetzt werden.

Gelingt uns eine Hilfe zur Selbsthilfe, eine Steigerung des Engagements der Bürger und Anleger, dann hätten wir eine Chance auf Verbesserung der Umstände

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